Abstract

Medienmarken-im-Social-Web_Bücher_kleinPublizistische Online-Medien wie Spiegel Online stellen in Deutschland seit vielen Jahren tagesaktuelle, journalistische Medienangebote bereit. Diese Angebote sind fester Bestandteil des Nutzungsrepertoires von Millionen von Menschen. Dabei ist es für die Meinungsbildung wesentlich, dass journalistische Medienangebote nicht nur bereitgestellt und rezipiert, sondern auch kommunikativ verarbeitet werden.

Die Bereitstellung und Diffusion dieser Mediengütern sowie Anschlusskommunikation zu deren Inhalten findet täglich auch im Social Web statt. Aufgrund der Digitalität sowohl der dortigen publizistischen Kommunikate (Artikel, Videos etc.) als auch der darauf bezogenen Aussagen der persönlichen Kommunikation (Kommentare, Tweets etc.) werden redaktionell hergestellte und persönlich bestehende Öffentlichkeiten verlinkt.

Auf den Plattformen existieren dadurch beide Kommunikationsformen unmittelbar nebeneinander – es entstehen spezifische publizistische Strukturen und Prozesse im Social Web. Wie umfangreich ein Medienangebot dann Anschlusskommunikation im Social Web erfährt, lässt anhand seiner kommunikativen Reichweite messen, die die distributive Reichweite von Medienmarken ergänzt.

Gegenstand des Buches sind sowohl Wettbewerbsstrategien von Online-Medien als auch ein entsprechender Evaluationsrahmen für publizistische Kommunikation. Dieser wird zunächst aus medienökonomischer Perspektive konzeptionell entwickelt und anschließend empirisch mittels eines Informations- und Analysesystems für verschiedene Plattformen des Social Webs umgesetzt (Facebook, Twitter, YouTube etc.). Dazu werden quantitative Inhalts-, Nutzerdaten- und Netzwerkanalysen miteinander kombiniert und für die Medienmarken ProSieben und TV total, Wall Street Journal und New York Times sowie Spiegel Online und Focus Online angewendet.